(08) Friedrich Nietzsche »Die fröhliche Wissenschaft 276«

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Noch lebe ich, noch denke ich:
ich muss noch leben, denn ich muss noch denken.
Sum, ergo cogito: cogito, ergo sum.
Heute erlaubt sich Jedermann
seinen Wunsch und liebsten Gedanken auszusprechen:
nun, so will auch ich sagen,
was ich mir heute von mir selber wünschte
und welcher Gedanke mir dieses Jahr zuerst über das Herz lief,
welcher Gedanke mir Grund,
Bürgschaft und Süßigkeit alles weiteren Lebens sein soll!
Ich will immer mehr lernen,
das Notwendige an den Dingen als das Schöne sehen:
so werde ich Einer von Denen sein, welche die Dinge schön machen.
Amor fati: das sei von nun an meine Liebe!
Ich will keinen Krieg gegen das Hässliche führen.
Ich will nicht anklagen, ich will nicht einmal die Ankläger anklagen.
Wegsehen sei meine einzige Verneinung!
Und, Alles in Allem und Großen:
ich will irgendwann einmal nur noch ein Ja-sagender sein!

Musik: Fabian Niehaus


Diese Lesung wurde am 25.07.06, 18:57:37 veröffentlicht.


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Elisa

Kommentare

  1. Friedrich sagt am Jul 26, 2006 @ 11:35 PM : Diesen Text habe ich doch schon einmal gehört, und zwar im Federlese-Podcast:
    http://federlese.com/index.php?id=18

    Zwei völlig verschiedene Welten!
  2. Alex sagt am Sep 22, 2006 @ 01:37 AM : Das beste Buch Nietzsches, es tritt mit dem Leser ununterbrochen in Überredung und Manipulation. Er ist ein Hund sondergleichen in der "fröhlichen Wissenschaft", was für einen scheiß Titel er seiner gaya scienca schon gegeben hat. Seine unausgesprochene Bibel die zarathustra und Jenseits von Gut und Böse tief verarscht.

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