(12) Georg Trakl "Die Raben"

Über den schwarzen Winkel hasten
Am Mittag die Raben mit hartem Schrei.
Ihr Schatten streift an der Hirschkuh vorbei
Und manchmal sieht man sie mürrisch rasten.

O wie sie die braune Stille stören,
In der ein Acker sich verzückt,
Wie ein Weib, das schwere Ahnung berückt,
Und manchmal kann man sie keifen hören

Um ein Aas, das sie irgendwo wittern,
Und plötzlich richten nach Nord sie den Flug
Und schwinden wie ein Leichenzug
In Lüften, die von Wollust zittern.

Klavier: Elisa Theusner

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Kommentare

  1. beisasse sagt am Nov 6, 2006 @ 11:58 PM:

    ach ach wie schön, diese seite gefunden zu haben ... habe lust, hier mehr herum zu horchen ...

  2. soloezist sagt am May 13, 2008 @ 11:21 PM:

    Sehr schöne Seite!
    Hab Sie zur Untermalung verlinkt:
    http://soloezist.wordpress.com/2008/05/13/damits-hier-paar-raben-gibt-i/

    Kindest regards
    soloezist

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